Wäsche im Haus trocknen erhöht die Luftfeuchtigkeit – aber führt nicht zwangsläufig zu Schimmel

Wie das Wäschetrocknen in der Wohnung die Luftfeuchtigkeit beeinflusst

Jeder Winter stellt uns vor dasselbe Problem: Draußen regnet es, es ist kalt, und die Feuchtigkeit hängt in der Luft. Also wandert der Wäscheständer kurzerhand ins Innere der Wohnung. Doch wie sicher ist das eigentlich – und droht dabei wirklich Schimmelgefahr?

Was beim Trocknen von Wäsche in geschlossenen Räumen passiert

Ein einziger Waschgang gibt erstaunlich viel Feuchtigkeit ab: rund zwei Liter Wasser gelangen dabei in die Raumluft. Bei einem vollbeladenen Wäscheständer in einem schlecht gelüfteten Zimmer steigt die Luftfeuchtigkeit entsprechend rasch an.

Eine Studie der Mackintosh School of Architecture in Schottland, durchgeführt in 100 Haushalten, kam zu einem klaren Ergebnis: 87 % der Bewohner trocknen ihre Wäsche im Winter drinnen. Das erhöht die Raumfeuchtigkeit spürbar und kann ideale Bedingungen für Hausstaubmilben und Schimmel begünstigen.

Der Zusammenhang zwischen Luftfeuchtigkeit und Schimmelbildung

Überschreitet die Luftfeuchtigkeit in einem Raum die 50-Prozent-Marke, steigt das Risiko für Schimmelflecken an den Wänden deutlich. Allerdings reicht erhöhte Feuchtigkeit allein nicht aus, um Schimmel zwingend zu verursachen.

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Forscherin Rosalie Menon, die die Studie leitete, betont: Räume, in denen Wäsche getrocknet wird, sollten unbedingt über eine separate Heizung und ausreichende Belüftung verfügen. Nur so lässt sich eine problematische Feuchtigkeitsansammlung zuverlässig verhindern.

Wäsche drinnen trocknen – ohne die Luftfeuchtigkeit in die Höhe zu treiben

Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich Wäsche in der Wohnung trocknen, ohne dass Schimmel oder Feuchtigkeitsschäden entstehen. Diese fünf Punkte helfen dabei:

  1. Den richtigen Raum wählen: Schlafzimmer und kleine Räume ohne Fenster sind ungeeignet. Am besten eignen sich gut belüftete Zimmer mit einem Fenster, das sich öffnen lässt.
  2. Regelmäßig lüften: Selbst kurzes, tägliches Stoßlüften hilft dabei, überschüssige Feuchtigkeit nach draußen zu befördern und frische Luft hereinzulassen.
  3. Ventilator oder Luftentfeuchter einsetzen: Mit diesen Geräten sinkt die Luftfeuchtigkeit schneller, und die Wäsche trocknet gleichzeitig effizienter.
  4. Wäsche in kleineren Mengen aufhängen: Je voller der Ständer, desto mehr Feuchtigkeit wird auf einmal abgegeben – weniger ist hier eindeutig mehr.
  5. Einen Wäschetrockner in Betracht ziehen: Wer die Möglichkeit hat, kann mit einem Trockner die Feuchtigkeitsabgabe in der Wohnung drastisch reduzieren.

Zusätzliche Tipps gegen Schimmel und Milben

Neben den grundlegenden Maßnahmen gibt es noch einige praktische Kniffe, die den Unterschied machen können:

  • Wände und feuchte Stellen regelmäßig mit Essig oder Natron reinigen – das hemmt Schimmelwachstum auf natürliche Weise.
  • Nasse Wäsche nicht zu lange auf dem Ständer lassen: Je schneller sie trocknet, desto weniger Feuchtigkeit verbleibt dauerhaft in der Raumluft.
  • Säckchen mit Silbersalzen oder Lavendel aufstellen: Diese natürlichen Feuchtigkeitsabsorber wirken effektiv und sorgen gleichzeitig für einen angenehmen Duft im Raum.

Author

  • Timo Gerber ist ein deutscher Lifestyle-Blogger mit einer Community von rund 15–25 000 Followern. Er teilt Inhalte zu Alltagstipps, Lifestyle, Mode und kreativen Lifehacks und inspiriert seine Follower mit persönlichen Erfahrungen, praktischen Ideen und visuell ansprechenden Posts auf Instagram.

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